Sonntag, 23. Februar 2020 — Für viele Sürther ist der traditionelle Karnevalsumzug am Sonntag der Höhepunkt. Dieses Jahr hörten wir mal immer wieder besorgt auf die Wetterprognose, denn es war nicht nur Regen, sondern schwerer Sturm vorausgesagt. Mit Bangen vernahm wir, daß die Schull- und Veedels-zöch in Köln aufgrund des Wetters, aus Sicherheitsgründen abgesagt wurden. Auch für den Zug in Rodenkirchen handelte man und änderte, bzw. verkürzte kurzfristig den Zugweg. Wir in Sürth hatten mehr Glück. Die IG Sürther Karnevalszug entschied, den Zug, wie geplant, stattfinden zu lassen.

Die vielen Sürther Jecken trotzten dem Sturm bei dieser Wetterlage und feierten wie gewohnt ihren Karnevalszug. Gegen eins hörte es dann auch endlich auf zu regnen. Der Sürther Umzug wurde wieder vorbildlich zusammengestellt. Es nahmen sechs Musikgruppen aus Nah und Fern teil, die sichtlich Freude an unserem Treiben hatten. Unter anderem kamen diese sogar aus Hamburg oder aus den Niederlanden. Immer schön zu sehen sind die farbenfrohen und originell gekleideten Fußgruppen, insgesamt zählten wir 14 in diesem Unzug. Viel Spaß hatten die vielen Kinder im Zug, die eifrig und stolz Kamelle verteilten, es waren u.a. einige Kitas und die Brüder-Grimm-Schule mit dabei. Traditionell nahm wieder eine Fußgruppe der Flägelskappe, der Damenelferrat, teil.

Nicht fehlen durften auch die fünf prunkvollen Festwagen, die teils sehr aufwendig gebaut wurden. Auf zweien von ihnen waren die KG „Löstige Flägelskappe“ und der „Ehrensenat der KG“ vertreten. Diese ließen es reichlich Kamelle, Schokolade, Tempotücher und Strüßjer regnen. Den Abschluß dieses fantastischen Umzuges bildete, natürlich wie immer, das Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen, gestellt von der KG „Löstige Öhs“ aus Rondorf.

 


Text: Elke Wieczorek-Hughes
Fotos: Anita Brandtstäter, Elke Wieczorek-Hughes und Charlotte Nüsser


Viele schöne Eindrücke rund um den Zug: